Chemical Mace wurde in den 1960er Jahren als Verteidingungs-Spray für den Privatgebrauch entwickelt und schnell von der Polizei als angeblich nicht-letale Waffe zur Kontrolle von Demonstrationen eingesetzt. Beim Zwischenfall im Schanzenpark im Rahmen der ersten Stonewall-Demonstration in Hamburg am 28.06.1980 verwendete die Polizei CN-Gas gegen unbewaffnete und friedliche Demonstrant:innen.

Auf Englisch wird der Markenname mace inzwischen als Genrename für Tränengas im allgemeinen genutzt, während der Name chemical mace in deutschen Medien die Sprays mit dem Wirkstoff ω-Chloracetophenon (CN) bezeichnet. Wegen stark gesundheitsgefährdender Wirkung (mögliche Folgen sind u.a. Erblindung, Hautkrebs, Tod durch Lungenschädigungen) darf CN-Gas nur mit ausreichendem Sicherheitsabstand abgegeben werden, und wurde nach und nach durch 2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril (CS) (Tränengas) und Pfefferspray ersetzt.

Die Wirkung von CN wurde in den 70er Jahren im Rahmen der Berichterstattung über die Militarisierung der Polizei und das zunehmend gewalttätige Vorgehen gegen Demonstrierende in bundesdeutschen Medien breit diskutiert.