Das heute weit verbreitete Wissen um die Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus wurde erst ab Mitte der 1970er Jahre anfänglich innerhalb der Schwulenbewegung und später auch in der allgemeinen Öffentlichkeit thematisiert.
Das erste Programm der Theatergruppe “Brühwarm” aus dem Jahr 1976 enthielt eine Szene, in der diese Verfolgung thematisiert wurde. Die auch in der Hamburger Schwulenbewegung arbeitenden Autoren Hans-Georg Stümke und Rudi Finkler veröffentlichten 1981 die Monografie Rosa Winkel, Rosa Listen. Homosexuelle und »Gesundes Volksempfinden« von Auschwitz bis heute.
Anlässlich der Aufführung des Stückes »Rosa Winkel« des amerikanischen Autors Martin Sherman im Theater der Stadt Essen berichtete das ARD Panorama im Dezember 1980 mit Zeitzeugenberichten über die Situation der Träger des Rosa Winkels in den Konzentrationslagern des NS.

