<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?>
<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
  <channel>
    <title>Literatur on Hammerschlag</title>
    <link>https://hhammerschlag.de/de/tags/literatur/</link>
    <description>Recent content in Literatur on Hammerschlag</description>
    <image>
      <title>Hammerschlag</title>
      <url>https://hhammerschlag.de/images/papermod-cover.png</url>
      <link>https://hhammerschlag.de/images/papermod-cover.png</link>
    </image>
    <generator>Hugo</generator>
    <language>de-DE</language>
    <copyright>Simon Schultz</copyright>
    <lastBuildDate>Fri, 01 Jan 1982 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
    <atom:link href="https://hhammerschlag.de/de/tags/literatur/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml" />
    <item>
      <title>Homosexuelle als Opfergruppe im NS</title>
      <link>https://hhammerschlag.de/de/notizen/homosexuellealsopfergruppe/</link>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://hhammerschlag.de/de/notizen/homosexuellealsopfergruppe/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Das heute weit verbreitete Wissen um die Verfolgung homosexueller Männer im Nationalsozialismus wurde erst ab Mitte der 1970er Jahre anfänglich innerhalb der Schwulenbewegung und später auch in der allgemeinen Öffentlichkeit thematisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Programm der Theatergruppe &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BChwarm&#34;&gt;&amp;ldquo;Brühwarm&amp;rdquo;&lt;/a&gt; aus dem Jahr 1976 enthielt eine Szene, in der diese Verfolgung thematisiert wurde.
Die auch in der Hamburger Schwulenbewegung arbeitenden Autoren
Hans-Georg Stümke und Rudi Finkler veröffentlichten 1981 die Monografie &lt;a href=&#34;https://archive.org/details/rosawinkelrosali0000stum/page/n7/mode/2up&#34;&gt;Rosa Winkel, Rosa Listen.
Homosexuelle und »Gesundes Volksempfinden« von Auschwitz bis heute.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
    </item>
    <item>
      <title>Polizeilockvögel in Quentin Crisps »The Naked Civil Servant« (1968)</title>
      <link>https://hhammerschlag.de/de/notizen/polizeilockvogel/</link>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://hhammerschlag.de/de/notizen/polizeilockvogel/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Der britische schwule Exzentriker &lt;a href=&#34;crisperanto.org&#34;&gt;Quentin Crisp&lt;/a&gt; schreibt in seinem 1968 erschienenen Buch »The Naked Civil Servant» (im Jahr 1988 auf deutsch als „Crisperanto“ übersetzt) folgendes über den Polizeilockvogel in öffentlichen Toiletten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;CW: rassistische Stereotype, I-Wort&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das Hauptoperationsgebiet für diese besondere Strategie waren die schwach erleuchteten öffentlichen Toiletten in den weniger dicht besiedelten Gebieten Londons. Während ein Detektiv in normaler Kleidung mit wachsamer Gleichgültigkeit auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf und ab spazierte, stand sein Komplize, von den Vorgesetzten wegen seiner natürlichen und für diese Arbeit geeigneten Ausstattung ausgesucht, dort im Pissoir und ›ließ sehen‹ – er führte seinen Do-it-yourself-Apparat jedem vor, der zufällig hineinkam. (Man kann sich nicht vorstellen, wie ein Ausrüstungsappell, der ja vor jedem Antritt des Dienstes stattfinden müßte, aussehen würde.) Die Falle funktionierte gut, und viele der unglaublichsten Leute wurden auf diese Wiese in ihr Verderben gelockt. In jüngerer Zeit, wo jedermann diese Manöver kennt, sind sie außer Mode gekommen. Die allgemeine Kenntnis beraubt sie ihres Effektes. Sie beleidigen auch den sportlichen Instinkt des britischen Volkes. Man sieht sie als Trick an, wie wenn man ein Diamantenarmband auf den Bürgersteig legt und sich aus dem Hinterhalt auf jeden stürzt, der sich danach bückt. Beinahe ausschließlich traf es Grenzfälle. Diejenigen, deren Vorstellung von einem netten Abend darin bestand, von einem ›Herren‹ zum anderen zu wandern, lernten schnell, einen Bullen schon mit Blindenschrift zu erkennen. Personen, die nie von Homosexualität gehört hatten, aber deren natürliche Neugier von jeglicher Manifestation seltsamen menschlichen Verhaltens erregt wurde, waren durch diese Techniken der Polizei in einer solchen Gefahr. Auch wenn man eine gute Nacht erwischt hatte, führte die eine Frage an den Wachtmeister, was um alles in der Welt er da tue, mit Sicherheit zur Festnahme; war es eine schlechte, genügte ein kurzer Blick in seine Richtung. Das schlimmste Ergebnis des &lt;mark&gt;Lockvogelsystems&lt;/mark&gt; war aber, daß bei einem so abkommandierten Polizisten, der zufällig nichts für Schwule übrig hatte, sich Abneigung schnellstens in wüstesten Haß verwandelte. Umgekehrt entwickelten Homosexuelle, die ursprünglich die Polizei fürchteten, was manche ja für eine gute Sache halten mögen, nun Verachtung für sie.&lt;/p&gt;</description>
    </item>
    <item>
      <title>Rüdiger Trautsch »Aus Liebe hat es kaum einer getan!«</title>
      <link>https://hhammerschlag.de/de/notizen/ausliebe/</link>
      <pubDate>Mon, 01 Jan 0001 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://hhammerschlag.de/de/notizen/ausliebe/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Rüdiger Trautsch, der in den Jahren 1979 bis 1981  dem &lt;a href=&#34;https://hhammerschlag.de/de/tour/06_das_tuctuc/&#34;&gt;Café TucTuc&lt;/a&gt; sehr verbunden war, studierte zeitgleich Fotografie an der Hochschule für Bildende Künste. Für seine Abschlussarbeit »Aus Liebe hat es kaum einer getan!« inszeniert er Szenen aus dem Alltag eines &lt;a href=&#34;https://jungle.world/artikel/2024/21/50-jahre-studie-der-gewoehnliche-homosexuelle-zwischen-subkultur-und-normalitaet&#34;&gt;gewöhnlichen&lt;/a&gt; &lt;a href=&#34;https://www.queer.de/detail.php?article_id=49924&#34;&gt;Homosexuellen&lt;/a&gt; (Martin Dannecker und Reimut Reiche).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das großformatige Heft liegt schwer in der Hand; mit viel Weißraum und bewusst ausgewogener Platzierung von Text und Bild gibt Trautsch seinem Protagonisten Reinhold, einem Schaufensterdekorateur mittleren Alters, den nötigen Platz um mit Make-Up über die IGA zu schlendern, Besuch von der Tante zu bekommen, durch Parks und Klappen zu cruisen und im großen Abendkleid durch das Nachtleben zu tänzeln. Ein berührendes Portrait.&lt;/p&gt;</description>
    </item>
    <item>
      <title>Felix Rexhausens »Dienstlich Unterwegs« (Männerschwarm)</title>
      <link>https://hhammerschlag.de/de/notizen/dienstlich_unterwegs/</link>
      <pubDate>Fri, 01 Jan 1982 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://hhammerschlag.de/de/notizen/dienstlich_unterwegs/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Der Autor Felix Rexhausen veröffentlicht in seinem Sammelband &amp;ldquo;Die Märchenklappe&amp;rdquo; den Text &amp;ldquo;Dienstlich Unterwegs&amp;rdquo;, in dem er die Gedankengänge eines fiktiven Polizisten verschriftlicht, der auf der Klappe am Spielbudenplatz Homosexuelle observieren soll. Im Gegensatz zu seinem desinteressierten Kollegen scheint er eine voyeuristische Schaulust an der &amp;ldquo;Aussicht auf Pissburg&amp;rdquo; (S. 64) zu haben: &amp;ldquo;Heute ist es irre langweilig hier. Klar, immer noch besser, als bei dem Wetter draußen rumrennen oder im Peterwagen. Aber sonst fand ich&amp;rsquo;s irgendwie netter, geh immer ganz gern her.&amp;rdquo; (S. 65)&lt;/p&gt;</description>
    </item>
  </channel>
</rss>
