Felix Rexhausens »Dienstlich Unterwegs« (Männerschwarm)

Der Autor Felix Rexhausen veröffentlicht in seinem Sammelband “Die Märchenklappe” den Text “Dienstlich Unterwegs”, in dem er die Gedankengänge eines fiktiven Polizisten verschriftlicht, der auf der Klappe am Spielbudenplatz Homosexuelle observieren soll. Im Gegensatz zu seinem desinteressierten Kollegen scheint er eine voyeuristische Schaulust an der “Aussicht auf Pissburg” (S. 64) zu haben: “Heute ist es irre langweilig hier. Klar, immer noch besser, als bei dem Wetter draußen rumrennen oder im Peterwagen. Aber sonst fand ich’s irgendwie netter, geh immer ganz gern her.” (S. 65) ...

1. Januar 1982

Ulrich Waller »Der zufällige Tod des Christian K« (Malersaal)

queer.de schreibt darüber: Die “Peepshow für Bullen” als Theaterstück im Hamburger Schauspielhaus Der Skandal beeinflusste nicht nur das gesellschaftspolitische Bewusstsein, sondern regte auch die Kreativität an. Schon im Dezember 1980 wurden die Ereignisse in einem Theaterstück aufgegriffen. In “Der zufällige Tod des Christian K.” setzte sich der Regisseur Ulrich Waller in 20 kurzen Szenen kritisch mit der Macht von Polizisten auseinander. Sie werden hier “der Dummheit und der Kriminalität überführt; ihre Perversionen der Lächerlichkeit preisgegeben” (“Du & Ich”, März 1981, S. 48). Bei allen Szenen orientierte sich Waller an realen Geschehnissen, die er satirisch überspitzt darstellte. ...

1. Dezember 1980

Chemical Mace – CN-Gas

Chemical Mace wurde in den 1960er Jahren als Verteidingungs-Spray für den Privatgebrauch entwickelt und schnell von der Polizei als angeblich nicht-letale Waffe zur Kontrolle von Demonstrationen eingesetzt. Beim Zwischenfall im Schanzenpark im Rahmen der ersten Stonewall-Demonstration in Hamburg am 28.06.1980 verwendete die Polizei CN-Gas gegen unbewaffnete und friedliche Demonstrant:innen. Auf Englisch wird der Markenname mace inzwischen als Genrename für Tränengas im allgemeinen genutzt, während der Name chemical mace in deutschen Medien die Sprays mit dem Wirkstoff ω-Chloracetophenon (CN) bezeichnet. Wegen stark gesundheitsgefährdender Wirkung (mögliche Folgen sind u.a. Erblindung, Hautkrebs, Tod durch Lungenschädigungen) darf CN-Gas nur mit ausreichendem Sicherheitsabstand abgegeben werden, und wurde nach und nach durch 2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril (CS) (Tränengas) und Pfefferspray ersetzt. ...

Operation »Hyacint« – Polen 1985-87

Ewa Majewska – »Public against their will. The production of subjects in the archives of “Hiacynt Action”«